Lageplan der Gasometer in Wien im Jahre 1905 mit projektierten Straßen-
und Bauprojekten

Das Gaswerk Wien-Simmering wurde 1896-1899 buchstäblich auf eine leere
Wiese aufgestellt. Erst allmählich kam es zu einer Bebauung des Umfeldes.
Noch heute sind östlich der Gasometer ein Großteil der Flächen
unbebautes Flickwerk aus Wiesen, Feldern, Schrebergärten und Gärtnereien.
Geplante Umgestaltung aus dem Jahre 1905
Dieser Plan vom Architekten Adolf Loos sah eine komplette Bebauung und Umgestaltung
des Geländes rund um die Gasometer mit großen Prachtstraßen
und schnurgeraden Straßenzügen vor. Der Gürtel hätte
vom derzeitigen heutigen Ende beim Arsenal neben den St. Marxer Friedhof entlang
der heutigen Südosttangente bis zum Donaukanal fortgesetzt werden und
hätte dann direkt vor dem Gaswerksteg, der auch heute existiert geendet.
Nichts von diesen Plänen wurde realisiert. Erst jetzt erfolgt in den
letzten Jahren - angefangen mit dem U-Bahn Bahnhof (Remise) Erdberg eine Aufschließung
und Bebauung des Umfeldes.
Straßenbahn zu den Gasometern
Bereits damals plante man eine eigene Straßenbahnstrecke 76 von der
Straßenbahnendstelle Stadionbrücke (Schlachthausgasse) als Verlängerung
der Strecke 75 (Befahren mit der Linie J bis 1984; Stillgelegt im Rahmen des
U-Bahn-Baus Linie U3). Heute fährt (noch) bis Schlachthausgasse (Stadionbrücke)
die Linie 18 auf der Strecke 118
Mehr Infos hier: Der J: Von
der Josefstadt bis nach Erdberg
Linie 78: Die
Erdbergstraße und Landstraßer Hauptstraße
Linie 106: Die
Haidequerstraße und die Simmeringer Haide
Die Straßenbahnlinie 106 erschloss die Gasometer bzw. das Gasometer
im Osten. Jene Linie fuhr von der Endstelle der Linie 6 in der Simmeringer
Hauptstraße / Grillgasse bis zum Donaukanal entlang der Haidequerstraße
und hatte ihre Endstelle nicht unweit des E-Werk Simmerings und ca. 50 Meter
vom Gaswerk.
Noch heute (2001-2004) erhalten
Folgende markante Straßen- und Gassenzüge rund um die Gasometer
gibt es heute noch immer: Hallergasse, Birkenstockgasse, Eyzinggasse, Fuchsröhrenstraße,
die Belvedeere-Allee und der Gaswerksteg. Auch die Schlachthausbahn führt
gut im Gelände sichtbar im Süden an den Gasometern vorbei. Lediglich
die Stockgleise ins Gaswerk direkt bei den Gasometern wurden entfernt und
machten einen Tennisplatz von KSV Wiengas platz.
Ein markantes Detail: Die Döblerhofstraße begann früher
bei der Simmeringer Hauptstraße und führte durch den heutigen Hyblerpark
- respektive Bürgerspitalwiese - zu den Gasometern. Heute beginnt die
Döblerhofstraße erst bei der relativ neuen Modecenterstraße
und hat deshalb erst die Hausnummern beginnend ab 9.
|