Die Guglgasse ist jene Straße, die nördlich der Gasometer
verläuft und einst einmal an der hohen Grenzmauer vom ehemaligen großen
Gaswerk Simmering vorbeiführte. Heute dient sie als die Zufahrtsstraße
für die Gasometer.
Die Geschichte der Gasse
Sie bekam am 30. April 1895 ihren Namen. Vor diesem Tag hieß die
Guglgasse inoffiziell Austraße.
Ursprünglich war nach alten Plänen des Gaswerks geplant, die
Erdbergstraße etwas in den Süden zu verlegen, sodass sie direkt
beim Verwaltungsgebäude des Gaswerkes vorbeiführen sollte. Dieses
Verwaltungsgebäude ist eines der wenigen Gebäude, das noch aus
der Gründerzeit des Gaswerkes am Areal des heutigen Gaswerkes erhalten
geblieben ist. Es steht in der Kurve im Osten der Guglgasse.
Die Bezeichnung der Gasse erfolgte nach einem Gärtner
und Gemüsebauern mit dem Namen Gugl, der nicht unweit der Guglgasse
seine Felder bestellte. Weiters ergaben Forschungen, dass der Name Gugl
früher in Wien verbreitet war:
Johann Gugl (*1821–†1882) war Gründer
einer Klavierfirma. Das Grundbuch verrät uns auch, dass er ein
Hausbesitzer war. Er genoss den Titel Bürger von Wien
und war Gründer der Gesellschaft der Musikfreunde.
Maria und Jakob Gugel (*1748 – †11. 6.
1882), herrschaftliche Kammerdiener im Haus Hundsturm 83.