"; ?> Gasometer Wien Simmering Vienna Austria GTown Halle Kino Wohnungen Büros und Shoppingmall im Gaswerk. Veranstaltungen Fotos

Die Wiener Gasometer City in Simmering

suche  |  ENGLISH  |  MAGYAR  
   
     

Die Funktionsweise eines Gasometers

Die Gasometer in Wien Simmering waren sogenannte Teleskop Gasbehälter. Im großen Raum innerhalb der noch heute stehenden Außenwand war eine Teleskopkonstruktion untergebracht, die das Gas speicherte. Die Außenwand diente nur als Verschönerung, da damals Industriearchitektur auch ästhetische Zwecke erfüllen musste. Teleskopgasometer können auch ohne jener Außenwand stehen. (So war der 5. Gasometer ein reiner Teleskopgasometer ohne Ziegel-Außenwand)

(Macromedia Flash/Shockwave 500kB)

Der Aufbau

Entlang der heute noch bestehenden Ziegelmauer der Gasbehälter waren an der Innenseite Führungsschienen montiert. Entlang dieser Führungsschienen bewegten sich Hubteile bestehend aus 3 Ringen, die mit einem Glockendach oben abschlossen auf und ab. Je nachdem, wieviel Gas produziert und in den Gasometer geleitet wurde, hebten sich die drei Ringe nach oben und schufen so einen Lagerraum unter der Glocke, welcher durch das Wasserbassin nach unten hin gegen Gasaustritt abgedichtet war. Im ganz gehobenen Zustand fasste ein Gasometer bis zu 90.000 Kubikmeter an Gas als Füllvolumen.

Man kann es mit einer Taucherglocke vergleichen – oder dem Versuch, wenn man ein mit der Öffnung nach unten gedrehtes Glas in ein mit Wasser angefülltes Waschbecken eintaucht – die Luft – respektive das Gas – bleibt im Innenraum fest gespeichert.

Steigt somit der Druck durch die Produktion vom Gas, so hebt sich die Glocke nach oben und erzeugt mehr Raum für das Gas. Nimmt der Druck im Innenraum wegen dem Gasverbrauch in der Stadt ab, so sank die Glocke ab. Das Gewicht der Hubteile bestimmte somit den Gasüberdruck im Behälter.

Erdgas und der Gasometer

Da der Druck nur durch das Gewicht der Hubteile geregelt wurde, war der Druck im Gasometer gegenüber dem Druck in den heutigen zu- und abführenden Erdgasleitungen viel zu gering. Heute wird Erdgas in Kugelgasometern ober- und meist unterirdisch gespeichert.

War das ganze dicht?

Die Dichtigkeit wurde im unteren Abschluss einerseits durch das Bassin erreicht, andererseits waren die ineinanderführenden Hubteile (Ringe) an ihren Enden mit Rinnen ausgestattet, indenen Wasser war. Die nachfolgenden oberen Ringe tauchten dann in diese mit Wasser gefüllten Ringe ein, der somit dicht abschloss.

Das Wasser musste gegen erfrieren im Winter gewärmt werden. Überfließendes Wasser musste abgeleitet werden und verdunstetes Wasser musste immer nachgefüllt werden (Wasserturm im Gaswerk Simmering).

Grafik, Animation: Andreas Pöschek
Foto: Wiengas

 

Impressum Alle Rechte vorbehalten bei Andreas Pöschek, Gasometer Community ©2001-