"; ?> Die Revitalisierung und der Umbau der Gasometer in Wien Simmering - Das Gaswerk als Industriedenkmal mit Industriearchitektur

Die Wiener Gasometer City in Simmering

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Projekt Gasometer. Die Revitalisierung der ehemaligen Gasbehälter

Die zukünftige Nutzung der Industriedenkmäler wurde ausführlich und intensiv diskutiert. Viele unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten wurden mit potentiellen Investoren überlegt. Die Pläne reichten von einem Hotel über eine Indoor-Skihalle, einem Messegelände, die Unterbringung des Guggenheim-Museums bis zu Kletterwänden und Schwimmhallen.

Letztendlich setzte sich aber die Idee eines Nutzungsmix mit dem Schwerpunkt Wohnen durch. Dabei stellten die als 310 Millionen Schilling (22,5 Mio. Euro) an Wohnbauförderungsmittel seitens der Stadt in der Gesamtfinanzierung von 174,4 Mio. Euro (2,4 Mrd. Schilling) des heute fertiggestellten Projekts den entscheidenden Impuls dar.

Eine Studie gab den Anstoß

Das Gesamtprojekt baut auf einer Studie des Büros Architekt Manfred Wehdorn aus
dem Jahre 1989 auf, mit dem – in Abstimmung mit dem Wiener Wirtschaftsförderungsfonds und dem Creditanstalt-Bankverein – erstmals die technische Machbarkeit einer Fremdnutzung unter Beweis gestellt worden war.

Der Beginn des Umbruchs

Sieben Jahre später, 1996, entschied sich die Stadt Wien, das Projekt mit Schwerpunkt Wohnen in Angriff zu nehmen. Nach einem zweistufigen Gutachterverfahren wurde das Projekt an drei Bauträger vergeben und zwar an:
SEG (Stadterneuerungs- und Eigentumswohnungsges.m.b.H.)
GPA (Wohnbauvereinigung für Privatangestellte Gemeinnützige GmbH)
GESIBA (Gemeinnützige Siedlungs- und Bauaktiengesellschaft ) Diese Bauträger erarbeiteten in der Folge aufgrund von Planungen der Architektenbüros
AJN-Jean Nouvel, Paris, Coop-Himmelb(l)au (Prof. Wolf D. Prix & Arch. Helmut
Swiczinsky + Partner), Manfred Wehdorn und Wilhelm Holzbauer aus Wien ein neues
Gesamtprojekt.


Leerer Gasometer ohne Dach (1999)

Der Gasometer D wurde als freier Wettbewerb gestaltet, zu dem auch Architekt Gustav Peichl zusammen mit Rudolf F. Weber sowie auch Hermann und Valentiny Revitalisierungsvorschläge lieferten. Jedoch entschloss man sich für Wilhelm Holzbauer.

Die neue Stadt lebt

Heute wohnen rund 1.600 Menschen hier und rund 600 Beschäftigte üben innerhalb der Gasometer ihren Beruf aus.

Am 5. Februar 1999 erfolgte der erste Spatenanstich für die Revitalisierung. Nach drei Jahren Bauzeit fand am 31. August 2001 die feierliche Eröffnung statt.

Das Gasometer-Projekt in Zahlen
602 geförderte Miet- und Eigentumswohnungen
247 Studentenheimplätze
11.000 m² Büros
20.000 m² Shoppingmall
7.000 m² Veranstaltungshalle
1.000 PKW-Abstellplätze
1 Kindertagesheim mit 5 Gruppen
12 Kinosäle
35 Kilometer Regallänge für das Wiener Stadt- und Landesarchiv
15.800 m² Archivfläche für das Stadt- und Landesarchiv
 

Mehr Infos zur Revitalisierung
» Was war vorher: Die Geschichte
» Wie ist es heute: Die Architektur
» Die Revitalisierung vor Ort erleben

 

 

 

Gasometer als Impulsgeber

Die Gasometer sind ein neues Zentrum und zugleich Impulsgeber für das urbane Stadtentwicklungsprojekt Erdberger Mais, welches rund um die Gasometer entsteht. Hierbei werden ehemalige brache Flächen und Gewerbe- sowie Industriegebiet abgesiedelt und durch Wohn- und Erholungsraum ersetzt. Bald sollen die Gasometer von Grün- und Wohngebieten umgeben sein. Die relativ neue U-Bahn Linie U3 (Verlängerung Dezember 2000) gilt als neue Verkehrsader in diese Region und soll auch für weiteren Aufschwung sorgen. Weitere Projekte wie die Revitalisierung der Rinderhallen vom Schlachthof St. Marx und TownTown sind strategische neue Punkte in der Umgebung.


Deckeneinbau im Gasometer B (1999)

Die Baustelle

Mit 220.000 m² verbauter Fläche war die Gasometer City die größte Baustelle Europas. Sogar die Bauarbeiten am Potsdamer Platz in Berlin sind kleiner dimensioniert als der Bau in Simmering. Die Zahlen sprechen eine beeindruckende Sprache:

Die größte Baustelle Europas 2001
600 Tonnen Stahl mussten demontiert werden
93.000 m³ Beton wurde eingebaut
160.000 m³ Schalung wurde dafür verbraucht
78.000 m³ Decken wurden installiert
2.600 m³ Ziegelmauerwerk wurde aus den Ziegelmäntel der Gasometer ausgefräst
4.500 m² Ziegelfläche wurde dabei geschnitten
60.000 m³ an Aushubmaterial wurde bewegt
11.000 Tonnen Stahl wurden eingebaut
90.000 m² Zwischenwände wurden aufgestellt
300 Kilometer Kabel wurden verlegt
120 Kilometer Wasserleitungsrohre wurden installiert
Die 1600 Tonnen schweren Stahlkuppeln wurden demontiert, zerlegt,
instandgesetzt und mit mehr als 17.000 Schrauben wieder auf den vier
Gasometern festgeschraubt.
8.200 Türen und mehr als 5.000 Fenster wurden eingesetzt


Der Schild entsteht vor dem Gasometer B (2000)

Downloads

Gasometer Revitalisierung (PDF 2 MB)

Erdberger-Mais und das Gebiet um die Gasometer (PDF 2,5 MB)

Flächennutzung rund um die Gasometer (PDF 385 kB)

Strategieplan zur Stadtentwicklungszone (PDF 731 kB)

Wohnen, Kultur und Freizeit um die Gasometer (PDF 706 kB)

 

Fotos: ARGE Gasometer A+B, Büro Wehdorn
Broschüren: Stadt Wien, MA 21A

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