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Die Wiener Gasometer City in Simmering |
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Geschichte der Wiener Gasometer IVDer Bau des Wiener Gaswerkes in Simmering1896Bildung der KommissionZur Durchführung des Baus des städtischen Gaswerkes in Simmering wurde entsprechend dem Vorschlag des Stadtbauamtes eine Kommission mit weitgehenden Vollmachten eingesetzt und vom Stadtbauamt eine Bauleitung bestellt, an deren Spitze Oberbaurat Ing. Franz Kapaun gestellt wurde. Er war auch der Direkter der städtischen Gaswerke in Wien von 1896 bis 1903. Trotz ausführlichen Vorarbeiten des Ingenieur Hermann mussten die Detailpläne durch Kapaun abgeändert werden. Da die Pläne von Hermann auf dem Rohrnetz der I.C.G.A. (Inter Continental Gas Association) basierten, wurde ein neuer Plan für ein Rohrnetz aufgestellt. Fertigstellung einer RohrprobierstationEine Rohrprobierstation zur Überprüfung von Rohren auf Dichtheitsgrad wurde am 23. November 1896 fertiggestellt. Es ist das erste fertige Gebäude am Gaswerksgelände. Bauarbeiten an den Gasometern (Gasbehältern)Beginn der Bauarbeiten an den vier GasbehälternDie Arbeiten an den vier Gasometern begannen am 28. Dezember 1896. Rund 1630 Arbeiter sind pro Tag an der Baustelle bei den Gasbehältern beschäftigt. Die Bauarbeiten führte die Union-Baugesellschaft Wien durch. Fertigstellung der Bauarbeiten an den ersten 2 GasometernDie erste Behältergruppe bestehend aus zwei Gasometern wurde bereits am 10. Mai 1896 – ein Monat und 20 Tage vor dem geplanten Fertigstellungstermin, dem 1. Juli 1898 fertig. Gasbehälter betriebsbereitNach der Fertigstellung der Bauarbeiten erfolgte der Einbau der metallernen Gasglocken der Firmen Ig. Gridl und R. Ph. Waagner aus Wien, die Dampfkessel- und Gasometerfabrik aus Braunschweig und die Firma F. A. Neumann in Eschweiler innerhalb des Ziegelgebäudes in rund 7 bzw. 8,5 Monaten. Die 120.000 Kubikmeter Wasser zur Befüllung und Abdichtung des Bassins wurden innerhalb von 35 Tagen aus dem Grundwasser gepumpt. Somit waren die Behälter bereits am 17. Juli 1899 vollständig betriebsbereit. Retortenofenhaus komplettDas Ofenhaus hätte vertragsgemäß am 1. Oktober 1899 fertiggestellt werden müssen. Den Firmen Alois Schumacher aus Wien und den beteiligten Konstruktionsfirmen Ig. Gridl und R. Ph. Waagner aus Wien gelang es jedoch bereits drei Monate im Juli 1899 vorher zu vollenden. Die Stettiner Chamottenfabrik lieferte 180 Öfen bis Ende Juli 1899 und vervollständigte die Ofenanlage. 1899Anheizen der ersten OfenbatterieAm 14. August wurde mit dem Anheizen einer Ofenbatterie die Inbetriebsetzung des Gaswerk Simmering begonnen. Einführung des Leuchtgases in das RohrnetzAm 28. September 1899 erfolgte die erstmalige Abgabe des Gases vom Gaswerk in das Rohrnetz und erreichte am 13. Oktober 1899 eine derartige Qualität, dass bei den Kandelabern bereits Auer-Glühbrenner anstelle der Schnittbrenner montiert werden konnten. Einweihung des Gaswerk SimmeringIn Beisein des Bürgermeister Dr. Karl Lueger, Vertreter von der Regierung und der Gemeinde Wien, wurde durch den Bischof Dr. Johannes Bapt. Schneider das Gaswerk Simmering am 31. Oktober 1899 feierlich eingeweiht. Das öffentliche BeleuchtungsnetzAm 1. November 1899, dem Tag der Übernahme, bestand das öffentliche Beleuchtungsnetz in den Bezirken 1 bis 11 und 20 aus 19.986 Gasglühlicht-Flammen und 814 Schnittbrenn-Flammen. Vergleich zwischen der Gemeinde Wien und der I.C.G.A.Die Gemeinde Wien schloß mit der I.C.G.A. 1899 einen außergerichtlichen Vergleich, der die bestehenden Beleuchtungsverträge von unterschiedlicher Dauer für die Vororte annulierte und durch einen einheitlichen Vertrag mit einer Laufzeit bis 31. Dezember 1910 setzte. Einstellung der Gaswerke in Erdberg, Belvedere und Zwischenbrücken–TaborDie I.C.G.A. stellt den Betrieb der Gaswerke ein. Die Außenbezirke von Wien werden mit den restlichen Gaswerken versorgt.
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