"; ?> Planungen am Gaswerk und Gasometer in Wien Simmering - Chronik

Die Wiener Gasometer City in Simmering

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Geschichte der Gasometer Gasometer
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Geschichte der Wiener Gasometer III

Von der Planung bis zur Realisierung des Gaswerkes Wien Simmering

1892

Genehmigung für das Projekt städt. Gasanstalten im Gemeinderat

Am 5. Juni 1892 genehmigte der Gemeinderat das Programm für den Bau städtischer Gasanstalten.

1893

Bestellung von technischen Consulenten für Gasangelegenheiten

Ingenieur Theodor Hermann wurde vom Gemeinderat der Stadt Wien als technischer Consulent für Gasangelegenheiten bestellt. Ihm wurden die Aufgaben zur Projektausarbeitung und Leitung einer Expertengruppe in Bezug auf einer kommenden Errichtung eines Gaswerkes anvertraut.

Wettbewerb und Ausschreibung für Gaswerk

Am 4. Juli 1893 urteilte eine Jury der Gemeinde Wien über die beiden eingelangten Wettbewerbsprojekte zur Erbauung der städt. Gaswerke. Das Projekt Ingenieur Schimming aus Berlin gewann den 1. Preis, der mit 8.000 Gulden dotiert war.

Das Projekt von Kühnell sah die Errichtung von zwei Gaswerken vor. Eines auf einem Grundstück an der Nußdorfer Straße unweit von der Nußdorfer Linie (heute Gürtel), das zweite in Kaiser Ebersdorf (11. Bezirk). Beide sollten eine Jahresleistung von etwa 51 Mio Kubikmeter aufweisen.

Stadtratbeschluss zum Grunderwerb

In seiner Sitzung am 3. Februar 1893 beschloss der Stadtrat die Erwerbung des in Simmering (11. Bezirk) anlegenen Bürgerspietalgrundes für den Bau des städtischen Gaswerkes in Aussicht zu nehmen. Auf diesem Grund befanden sich bisher Gärtnereien und die Zündhütchen-Fabrik des ersten Bezirksvorsteher des elften Wiener Gemeinde Bezirkes, Georg Krepp.

1894

Detailpläne für ein Wiener städtisches Großgaswerk in Simmering

Ingenieur Theodor Hermann, technischer Consulent für Gasangelegenheiten arbeitete auf Grundlage des Siegerprojekts vom Wettbewerb Detailpläne für ein Wiener städtisches Großgaswerk aus.

Nach den Plänen wurde das Gaswerk für eine Jahresleistung von bis zu 100 Millionen Kubikmeter Gas pro Jahr ausgelegt. Bis auf das Ofenhaus mit den Retortenöfen wurde alles dementsprechend dimensioniert. Die anfängliche wurde auf eine Tagesleistung von 432.000 Kubikmeter Gas pro Tag und einer Jahresleistung von 86 Millionen Kubikmeter Gas pro Jahr ausgelegt. Auch schloss dieser Plan die Versorgung aller Vororte bzw. neu eingemeindeten Wiener Bezirke mitein.

Erste Projektpläne schienen mit 2 Standorten für die Gaswerke auf. Ein Standort im Nordwesten von Wien in Heiligenstadt und einer im Südosten in Simmering. Aufgrund des eingeschränkten Platzangebotes in Heiligenstadt wurde das Projekt auf ein Großgaswerk umgeplant anstelle der Realisierung von zwei Gaswerken. Das Gaswerk in Heiligenstadt hätte auch nur einer kleineren Funktion und der technischen Überprüfung gedient.

Schätzung der Anlagen und Gaswerke der I.C.G.A

Das Vermögen und die Anlagen der I.C.G.A. wurden mit allen Gaswerken, Rohrnetz, Ersatzteilen, gelagerten Materialien wie Kohlen, Koks und Gas auf 16.159.200 Gulden (1 Gulden = 2 Kronen) geschätzt. Die Gemeinde Wien lehnte einen Ankauf ab.

Kauf der Grundstücke für das Gaswerk

Das Areal des Bürgerspitalgrundes wurde im Juli 1894 für den Bau des Gaswerkes erworben.

1895

Erteilung des Auftrages für Detailplanungen

Am 12. März 1895 wurde der Auftrag Detailpläne für ein kommunales Wiener Großgaswerk auszuarbeiten, an Ingenieur Hermann gegeben.

1896

Budgetbereitstellung durch Land Unter der Enns (Niederösterreich)

Das Land Unter der Enns (Niederösterreich) genehmigt im Landtag 30 Millionen Gulden an Budget für die Realisierung des Wiener Gaswerkes. Damals war Wien noch ein Teil von Niederösterreich bzw. damals wurde es Österreich unter der Enns genannt.

Denkwürdige Gemeinderatsitzung mit Folgen

Trotz reifer Überlegungen und Ausarbeitung des Ingenieur Hermann kam es am 21. Oktober 1896 – zehn Tage (!) vor der Kündigungsfrist am 31. Oktober 1896 des Vertrages mit der I.C.G.A. aus dem Jahre 1875 – zu einer sehr kontroversellen Gemeinderatssitzung.

Obowhl bereits 81 Gemeinderäte den Antrag auf Errichtung eines eigenen städtischen Gaswerkes einbrachten, wollten andere Gemeinderäte und der Magistrat den Aufkauf der I.C.G.A. Der damals amtierende Vizebürgermeister Dr. Karl Lueger lehnte diesen jedoch in einer langen Rede im Gemeinderat wehemnt ab, da nach seiner Auffassung die Versorgung der immer größer werdenden Stadt Wien durch die vielen kleinen verstreuten Gaswerke der I.C.G.A. inmitten von Wohngebieten auf Dauer nicht haltbar wäre. Auch war das Rohrnetz der I.C.G.A. auf lange Sicht unzureichend.

Ein weiteres Argument war auch der Preis: Die Einlösung der Anlagen und des Rohrnetzes der I.C.G.A waren mit 26 Millionen Gulden beziffert. Die Kosten eines neuen modernen Gaswerkes samt Rohrnetz kämen auf 25.466.446 Gulden, wo noch dazu 30 Millionen Gulden an Budget bereits genehmigt wurden.

Nach mehrtägigen stürmischen Debatten erfolgte am 27. Oktober 1896 den Antrag für den Bau des Gaswerkes Simmering mit 94 zu 34 Stimmen beschlossen.

1896

Spatenanstich

Am 27. Oktober 1896 wurde der Bau des Gaswerkes auch von Seiten der Baubehörde bewilligt. Der erste Spatenstich erfolgte am 28. Dezember 1896

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